Im Dunkeln ist gut Munkeln! Spot on – Mut zum Fokus…

Seit 2016 laufe ich konsequent 2-3 mal in der Woche. Okey, es gibt auch zwei bis drei Wochen im Jahr, wo das nicht klappt. Was dazu jedoch notwendig ist, zur Winterzeit auch mal im Dunkeln die Schuhe schnüren. Die ersten Läufe im Dunkeln, waren eher komisch. Ich hatte mir eine Stirnlampe zugelegt, die sehr hell und breit in die Ferne schien. Ich dachte, je mehr ich sehe, je besser. Die Läufe waren immer mit einem mulmigen Gefühl verbunden, da ich hinter jedem Baum und an jeder Ecke etwas vermutete. Ich kam nicht, wie sonst, im sogenaten „Läufertunnel“ an. Das ist der Moment, wenn Du im Geiste völlig klar, nur noch läufst. Im Dunkeln, keine Chance! So dachte ich, bis die Lampe nicht mehr richtig funktioniert hat. Da habe ich mir kurz entschlossen eine preiswerte neue angeschafft. Die alte ließ sich leider nicht reparieren. Was in diesem Fall mein Glück war, denn diese Stirnlampe war anders. Das bemerkte ich auch erst als ich sie das erste Mal benutzte.

Ein kleiner ca. 1,20m großer Lichtpunkt direkt vor mir auf der Straße! Ich war geschockt. Wie sollte ich damit nur sicher Laufen? Mist, dann wäre ich fast umgekehrt. Nein, darauf habe ich mich den ganzen Tag gefreut! Nach unerwartet guten ca. 45 Minuten, war ich noch viel unerwarteter im Läufertunnel unterwegs! Wow, damit habe ich nicht gerechnet. Wie kam es dazu?! Im Läufertunnel ging mir ein Licht auf. Ich hatte mich durch den großen breiten Lichtkegel, bei der ersten Lampe, vollkommen ablenken lassen. Ich habe mich nur auf die Landschaft konzentriert, die im Dunkeln auch noch sehr angsteinflößend wirkt. Ich habe über Szenarien nachgedacht, die mich aus irgendwelchen Thrillern verfolgten. Kurz um, es ging nicht ums Laufen, sondern nur um Unsicherheit. Die neue Lampe gab nur den Teil der Straße frei, den ich sehen musste, damit ich nicht auf die Nase falle. Der Rest interessiert in dem Moment nicht.

Was habe ich daraus gelernt? Einfach das es manchmal wichtiger ist nur das zu sehen, was man gerade machen will. Auch im Job ist der Fokus oft sehr wichtig. Also versuche ich in solchen Situationen, alles andere auszublenden, damit ich der Aufgabe 100% Aufmerksamkeit zukommen lassen kann. In diesen Situationen gilt, wie auch beim Laufen im Dunkeln:

Weniger ist mehr…